ADHS wächst sich nicht einfach aus

ADHS ist keine Kinderkrankheit, die im Laufe des Lebens einfach verschwindet.

Allerdings ist die Erkenntnis, dass Chaos, ständige Stimmungsschwankungen, Jähzorn, Impulsivität, Beziehungsunfähigkeit und auch Suchterkrankungen Anzeichen einer ADHS sein können, noch nicht so weit verbreitet. Unerkannt kann eine ADHS beträchtlichen Schaden anrichten und Beziehungen zerstören. Das führt bei den betroffenen Menschen nicht selten zu einer „Chronologie des Scheiterns“, die nahezu alle Lebensbereiche erfassen kann.

Aber das muss nicht sein, denn ADHS ist auch bei Erwachsenen gut behandelbar - vorausgesetzt, sie wird auch erkannt.

 

ADHS: Ursachen und Folgen

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3 typische Anzeichen bei Erwachsenen1

Typischen Anzeichen

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Unaufmerk- samkeit

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  • Geringe Motivation
  • Schwierigkeiten Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten (Büro, Konferenzen, Lesen)
  • Lähmende "Aufschieberitis"
  • Langsam, ineffizient
  • Schlechtes Zeitmanagement
  • Nicht organisiert

Hyperaktivität

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  • Ineffizient bei der Beschäftigung/Arbeit
  • Unruhig bei langen Konferenzen
  • Kann sich nicht anstellen/abwarten
  • Sucht aktive Beschäftigung/Arbeit

Impulsivität

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  • Kann Frustration nicht aushalten
  • Fährt zu schnell
  • Redet unentwegt
  • Unterbricht andere
  • Macht unpassende Kommentare

Wie häufig ist ADHS?

4,7%

In Deutschland sind 4,7% der Erwachsenen von ADHS betroffen.2

1,6:1

Der Männeranteil ist etwas höher als der Anteil betroffener Frauen (Verhältnis 1,6:1).3

60%

Bei etwa 60% der Betroffenen bleiben wesentliche Anzeichen der ADHS auch im Erwachsenenalter bestehen.1

Quellen

  1. Weiss M et al. A guide to the treatment of adults with ADHD. J Clin Psychiatry. 2004;65:27-37.
  2. de Zwaan M et al. The estimated prevalence and correlates of adult ADHD in a German community sample. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2012;262(1):79-86.
  3. Kessler RC et al. The prevalence and correlates of adult ADHD in the United States: results from the National Comorbidity Survey Replication (NCS-R). Am J Psychiatry 2006;163(4):716–72.
  4. Barkley RA et al. The persistence of attention-deficit/hyperactivity disorder into young adulthood as a function of reporting source and definition of disorder. J Abnorm Psychol. 2002;111:279–289.

Allgemeiner Hinweis

Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung. Sie sollten weder für die Diagnose noch die Behandlung einer Krankheit genutzt werden und ersetzen nicht die Konsultation mit einem Arzt.